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Judith Brecht
Diplom-Übersetzerin (BDÜ)
Landauer Str. 13
76185 Karlsruhe
Fon 0721 2031349
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ÜbersetzerBlog

20. Juni 2011

Neuregelung der Überbeglaubigung von beglaubigten Übersetzungen

Vor kurzem erreichte die Mitglieder des BDÜ-Landesverbandes Baden-Württemberg eine Rundmail bezüglich einer Neuregelung der Überbeglaubigung von beglaubigten Übersetzungen. Demzufolge ist es künftig nicht mehr notwendig, dass ein beeidigter Übersetzer seine Unterschrift von einem Notar vorbeglaubigen lassen muss, bevor das zuständige Landgericht das Ganze apostillieren kann. Das Landgericht kann nunmehr die Unterschrift des Übersetzers vor der Apostillierung direkt beglaubigen – der Text hierfür wird wie folgt lauten:

“Die/das vorstehende Unterschrift/Handzeichen ist von … (Vorname, Familienname, ggfs. Geburtsname)
wohnhaft in … (Ort, Straße und Hausnummer)
persönlich bekannt – ausgewiesen durch … (Personalausweis, Pass)
vor mir vollzogen – anerkannt – worden.
Dies wird hiermit amtlich beglaubigt.
Die Beglaubigung wird nur zur Vorlage bei… (Behörde oder Stelle)
erteilt.
…, den …
(Siegel)   Der Präsident des Landgerichts (Unterschrift)”

Die entsprechende Verfahrensänderung wurde übrigens vom Justizministerium Baden-Württemberg beschlossen. In der Praxis dürfte der Nutzen dieser neue Regelung meines Erachtens zweifelhaft sein. Kosten können wohl nicht eingespart werden, da die Unterschriftsbeglaubigung durch das Landgericht auch die entsprechenden Gebühren nach sich ziehen dürfte. Des weiteren sind die Öffnungszeiten des für Apostillen zuständigen Büros  so (täglich 9:30 bis 11:30 Uhr), dass ich das bisherige Verfahren mit der Unterschriftsbeglaubigung beim Notar voraussichtlich weiterführen werde, weil die Bearbeitungszeiten flexibler sind.