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Judith Brecht
Diplom-Übersetzerin (BDÜ)
Landauer Str. 13
76185 Karlsruhe
Fon 0721 2031349
Fax 0721 6254776
www.judith-brecht.de

ÜbersetzerBlog

17. Mai 2011

Überbeglaubigung einer beglaubigten Übersetzung

Wenn eine von mir aus dem Deutschen in die Fremdsprache übersetzte Urkunde im Ausland anerkannt werden soll, ist für bestimmte Urkundenarten (z.B. Personenstandsurkunden, Polizeiliches Führungszeugnis) vor allem im Urkundenverkehr mit Spanien und Südamerika ein besonderes, über die beglaubigte Übersetzung hinaus gehendes Prozedere erforderlich. Hier muss zunächst die Echtheit der deutschen Urkunde bescheinigt werden, wofür es hauptsächlich zwei Verfahrensweisen gibt: die Legalisation durch die Botschaft bzw. das Konsulat des Staates, in dem die zu übersetzende Urkunde verwendet werden soll, oder, für die Länder, die dem “Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation” beigetreten sind, die Haager Apostille durch die jeweils zuständige Apostillebehörde. Eine Übersicht darüber, welches Prozedere für welches Land anzuwenden ist, findet sich z.B. unter www.denoti.de/DOC/2010/2000.pdf. Da sowohl die Legalisation als auch die Apostille mit übersetzt werden muss, ist es wichtig, dass der Kunde die jeweilige Echtheitsbescheinigung vor der Beauftragung des Übersetzers anbringen lässt.

Nachdem die beglaubigte Übersetzung angefertigt wurde, sind noch folgende Schritte zu erledigen: notarielle Beglaubigung der Unterschrift des Übersetzers und Überbeglaubigung (“Apostille-Beglaubigung”) der Unterschrift des Notars durch das zuständige Landgericht (in Karlsruhe: Montag bis Freitag von 9:30 – 11:30 Uhr, 2. OG, Zimmer 234). Die notarielle Unterschriftsbeglaubigung ist natürlich vom Übersetzer einzuholen, die Überbeglaubigung kann auch vom Kunden selbst eingeholt werden – wobei ich dies für meine Kunden auf Wunsch gerne auch übernehmen kann.

Damit eventuell vom Kunden einzuhaltende Fristen befolgt werden können, sollte auch hier stets vor Auftragserteilung mit dem Übersetzer abgesprochen werden, welche zusätzlichen Beglaubigungen von ihm eingeholt werden sollen.