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Judith Brecht
Diplom-Übersetzerin (BDÜ)
Landauer Str. 13
76185 Karlsruhe
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ÜbersetzerBlog

29. Juni 2010

Schöne Wortbildung

In einem Blog über Südafrika, der in El País anlässlich der WM verlinkt ist (Titel “Maldita vuvuzela”), habe ich folgenden Satz entdeckt: “Creo que abandonó el bar en el segundo gol de Uruguay, dos veces morruda e impotente, incapaz de descargar su frustración con un largo, enfadado y vuvuzelil POOOOOOOOOOOOOOOOOOOH! de consuelo.”  Herrlich, oder? Das “vuvuzelil” finde ich genial, klingt noch besser als die Bildung mit dem Suffix -oso (“ruido vuvuzeloso”, habe ich auch schon irgendwo gelesen).

23. Juni 2010

Que parla català?

Nein, sprechen kann ich Katalanisch leider nicht so gut, obwohl ich mir während meines Auslandsstudiums in Barcelona einige Mühe gegeben habe, es zu lernen. Das heißt, ich musste mich damit auseinandersetzen, da an der Universitat Autónoma fast die gesamte Verwaltung und ein großer Teil des Lehrbetriebes auf Katalanisch abläuft (sieht man schon an der Internetseite auf Katalanisch, Kastilisch kann neben Englisch wie eine Fremdsprache ausgewählt werden). Schließlich ist Katalanisch neben Kastilisch Amtssprache in Katalonien, Valencia und auf den Balearen  und wird immerhin von  rund 10 Mio. Menschen gesprochen. In Katalonien erfolgt der Grundschulunterricht ausschließlich auf Katalanisch und erst ab 7 Jahren werden die Kinder auch auf Kastilisch unterrichtet.  Auch bei mir kommt es immer wieder vor, dass innerhalb eines Übersetzungsauftrags einzelne Texte oder Passagen auf katalanisch abgefasst sind. Zum Beispiel musste ich im Zusammenhang mit einem Todesfall, der sich in Katalonien ereignet hatte, für die Angehörigen einige Unterlagen ins Deutsche übersetzen. Die Versicherungspapiere waren alle auf Kastilisch, doch der Autopsiebericht der Gerichtsmedizin war in Katalanisch verfasst. Was tun? Zum Glück ist das Verstehen eines geschriebenen katalanischen Textes sehr viel einfacher als das Verstehen des gesprochenen Katalanisch oder gar das Sprechen selbst. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zum Kastilischen, und falls man einmal gar nicht mehr weiterkommt, nutze ich zum Beispiel das Katalanisch/Kastilisch-Wörterbuch unter softcatala.org.

19. Juni 2010

Unterschied “notification” und “signification”

In einer Zustellungsurkunde aus Belgien, die ich zu übersetzen habe, kommen wiederholt Passagen vor wie “l’acte à signifier ou à notifier” oder “au moment de la signification ou de la notification”. Spontan bin ich der Ansicht, hier werden im Französischen zwei unterschiedliche Wörter für ein und denselben Sachverhalt verwendet, der im Deutschen in diesem Kontext mit zustellen/Zustellung zu übersetzen ist. Mein Petit Robert bestätigt dies: signifier = “Faire savoir légalement.”, notifier = “Porter à la connaissance d’une personne intéressée et dans les formes légales (un acte juridique).” und auch auf EUR-Lex wird die entsprechende EU-Verordnung “Règlement (CE) n°  1393/2007 du Parlement européen et du Conseil du 13 novembre 2007 relatif à la signification et à la notification dans les États membres des actes judiciaires et extrajudiciaires en matière civile ou commerciale” mit “Verordnung (EG) Nr. 1393/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Zustellung gerichtlicher und außergerichtlicher Schriftstücke in Zivil- oder Handelssachen in den Mitgliedstaaten” wiedergegeben. Aber – wie heißt das Stilmittel doch gleich – eine Tautologie in einem Rechtstext? Die Recherche nach den Schlagwörtern “Zustellung” und “Belgien” ergibt einen schönen Treffer im Europäischen Justiziellen Netz für Zivil- und Handelssachen. Dort heißt es nämlich, dass in Belgien (und wohl auch in einigen anderen Ländern) zwischen der Notifizierung und der Zustellung unterschieden wird.  Bei der Zustellung handelt es sich demnach um die “Zurkenntnisgabe eines Dokuments” durch einen Gerichtsvollzieher, wohingegen die Notifizierung des Dokuments “auf dem Postweg, also ohne Vermittlung eines Beamten” erfolgt. Zum Glück habe ich hier noch einmal nachgehakt, denn bei einer beglaubigten Übersetzung bescheinigt man ja neben der Richtigkeit immer auch die Vollständigkeit der Übersetzung!

16. Juni 2010

Welche Sprache spricht man eigentlich in Südafrika?

Wikipedia sei Dank konnte ich diese Frage recht schnell beantworten: Südafrika hat nicht weniger als elf Amtssprachen. Neben Afrikaans und Englisch sind das Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Süd-Sotho, Setswana, Siswati, Tshivenda und Xitsonga. Aha. Wieder was gelernt.

15. Juni 2010

Informationen über Lateinamerika

Die neue ila ist angekommen. ila ist die monatlich erscheinende Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika. Das Schwerpunktthema der Juni-Ausgabe lautet “MüllMüllMüll” und behandelt die Entsorgung oder das Recycling von Abfall in verschiedenen Ländern Lateinamerikas. Bisher wurden in diesem Jahr folgende Themen behandelt: Klima (02/10), Bus & Bahn – öffentlicher Transport (03/10), Jüdisches Lateinamerika (04/10), Literatur aus Argentinien (05/10). Ich habe diese Zeitschrift abonniert, um mich über aktuelle Themen aus Lateinamerika auf dem Laufenden zu halten (nicht wegen ihrer politischen Ausrichtung, die doch sehr weit links angesiedelt ist). Die ila bietet jeden Monat Artikel zu einem Schwerpunktthema sowie Informationen zu aktuellen Entwicklungen (hauptsächlich Politik). Auch übersetzungstechnisch betrachtet kann eine solche Lektüre nützlich sein, da nicht selten spanische Termini und Abkürzungen verwendet und erläutert werden, die nicht im Wörterbuch stehen. Ich nehme diese dann in meine Terminologiedatenbank auf und habe so die Möglichkeit, bei Bedarf jederzeit darauf zurückgreifen zu können.

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