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Judith Brecht
Diplom-Übersetzerin (BDÜ)
Landauer Str. 13
76185 Karlsruhe
Fon 0721 2031349
Fax 0721 6254776
www.judith-brecht.de

ÜbersetzerBlog

6. Juli 2012

Übersetzungen für Non-Profit-Organisationen, Nichtregierungsorganisationen o.ä.

Wer freiberuflich im Bereich Übersetzungen tätig ist, steht früher oder später vor der Frage, ob er auch ehrenamtliche oder im Preis reduzierte Übersetzungen für Non-Profit-Organisationen, Nichtregierungsorganisationen oder sonstige in der Nächsten- oder Entwicklungshilfe engangierte Gruppierungen anbieten möchte.

Dies hängt natürlich ganz entscheidend vom Umfang der angefragten Übersetzung ab. Habe ich gerade Kapazitäten frei, nehme ich solche Übersetzungen in der Regel gerne an, wenn ich das Projekt gut finde und durch meine Arbeit unterstützen möchte. Ehrenamtlich, also ganz ohne Bezahlung, habe ich das bis jetzt allerdings nur in wenigen Fällen getan (z.B. für die Peru-Gruppen zweier Pfarrgemeinden), meistens verlange ich einen (mehr oder weniger stark) reduzierten Zeilensatz.

25. Juni 2012

„Die medizinische Fachsprache und ihre Terminologie“ am 23.06.2012 in Heidelberg

Am 23.06.2012 besuchte ich das von der Diplom-Übersetzerin Dr. Nicole Keller geleitete Grundlageseminar „Die medizinische Fachsprache und ihre Terminologie“ in Heidelberg.

In dem Seminar wurden folgende Themen behandelt:

  • Kurzer geschichtlicher Überblick über die Entwicklung der medizinischen Fachsprache von Homer, Hippokrates und einigen anderen Persönlichkeiten, die die frühe Entwicklung geprägt haben,  bis zur Gegenwart. Dargestellt wurde auch der Einfluss, den zunächst die griechische und lateinische Sprache, später dann das Englische auf die medizinische Terminologie genommen haben.
  • Behandlung der Frage, wie man sich sowohl in der deutschen als auch in der englischen Sprache in die medizinische Fachsprache einarbeiten kann. Hier wurden einige Bücher, die vor allem von Medizinstudenten bzw. Medizinern als Einarbeitungsmaterial verwendet werden, vorgestellt.
  • Grundlegende Strukturen der medizinischen Fachterminologie: Präfixe, Suffixe, Wortstämme (hier „Bindeformen“ genannt). Anhand von Beispielen wurde veranschaulicht, wie man sich durch die Aufteilung der Termini in ihre Bestandteile deren Bedeutung leichter erschließen kann.
  • Vergleich eines deutschen und eines englischen Textes zum kardiovaskulären System
  • Kurze Aufzählung der verschiedenen Zielgruppen medizinscher Texte sowie einiger medizinischer Textsorten
  • Veranschaulichung der Textsorte „Beipackzettel“ anhand von drei Beipackzetteln für das Medikament Aspirin aus Deutschland, Großbritannien und Südafrika
  • Exemplarischer Aufbau einer Terminologiedatenbank in crossTerm (Across) und MultiTerm (SDL Trados)
  • Möglichkeiten der Internetrecherche und Kurzdarstellung der gängigen Wörterbücher Print/CD-ROM (einsprachig und EN <-> DE)

Als Fazit des Seminars lässt sich sagen, dass ich mir ein wenig mehr Praxisbezug gewünscht hätte (konkret z.B.: Welche Möglichkeiten gibt es, als Medizinübersetzer einzusteigen? Wo herrscht Bedarf? Wie sieht der Markt für Medizinübersetzer aus?). Des Weiteren lässt sich für mich sagen, dass die Teilnehmer mit der Arbeitssprache Englisch einen weitaus größeren Nutzen aus dem Seminar ziehen konnten als ich mit meinen Arbeitssprachen Französisch und Spanisch. Es war zwar im Programm angekündigt, dass der Textsortenvergleich anhand des Sprachenpaares Englisch-Deutsch stattfinden würde, jedoch war mir bei der Anmeldung nicht bewusst, dass der gesamte Seminarinhalt – natürlich abgesehen von den allgemeinen Teilen wie z.B. dem geschichtlichen Überblick oder der Darstellung einer Terminologiedatenbank – auf diesem Sprachenpaar beruhen würde. Da jeder Teilnehmer vorab seine Arbeitssprachen angeben sollte, bin ich davon ausgegangen, dass vor allem die Möglichkeiten der Internetrecherche oder die gängigsten Wörterbücher für mehrere Sprachen dargestellt werden würden.

18. Juni 2012

Inwieweit ist der Preis für eine Übersetzung Verhandlungssache?

Diese Frage könnte auch so gestellt werden: Wie weit kann der Preis für eine Übersetzung gedrückt werden?

Natürlich hat jeder Übersetzer seinen Stundenlohn bzw. Zeilenpreis, den er immer wieder neu kalkuliert, um seine Tätigkeit rentabel zu machen. Gerade aber, wenn es darum geht, dass Privatpersonen Ihre Personenstandsurkunden, Scheidungsurteile, Zeugnisse etc. übersetzen lassen müssen, um in Deutschland eine Ehe schließen oder sich bewerben zu können, steht man als Übersetzer immer wieder vor der Situation, dass der Kunde den kalkulierten und angebotenen Preis nicht bezahlen möchte oder nicht bezahlen kann. Im ersten Fall kann man versuchen, dem Kunden mit verschiedenen Argumenten (Qualitätssicherung, Arbeitsaufwand etc.) zu verdeutlichen, wie der Preis entstanden ist, eventuell kann man dem Kunden je nach Auftrag auch ein wenig entgegenkommen. Führt das alles nicht zu einer Einigung, muss man den Kunden bitten, woanders sein Glück zu versuchen.

Es gibt jedoch durchaus Kunden, die den Preis für eine Übersetzung schlicht nicht zahlen können, und bei denen es mit „ein wenig entgegenkommen“ nicht getan wäre. Wenn sich dies im Laufe eines Gesprächs herausstellt, muss ich entscheiden, ob ich die Übersetzung zu einem eigentlich indiskutablen Mindestpreis trotzdem anfertige, um dem Kunden behilflich zu sein, oder ob ich den Auftrag komplett ablehne. Dies muss der Übersetzer sicherlich von Fall zu Fall differenziert betrachten. Bei Kunden, die eine Geburtsurkunde zur Übersetzung vorlegen, die ich in der Form nur mit unterschiedlichen Personalien bereits mehrfach übersetzt habe, kann ich sicherlich ein Auge zudrücken und die Übersetzung anfertigen. Bei Kunden jedoch, die nicht nur ein Dokument, sondern gleich einen ganzen Stapel Zeugnisse vorlegen, den sie gerne übersetzt hätten, ohne einen auch nur einigermaßen angemessenen Preis zahlen zu können, muss ich passen. Es ist in diesem Fall zwar äußerst misslich für den betreffenden Kunden, wenn ich den Auftrag aus finanziellen Gründen ablehnen muss, aber da gerade Zeugnisübersetzungen recht arbeitsintensiv sein können, muss auch das Entgegenkommen seine Grenzen haben. Auch hier muss man den Kunden bitten, bei Kollegen anzufragen, was aber in diesem Fall wohl  nur wenig Erfolg versprechend ist.

 

8. Oktober 2011

Meine Lieblings-Onlinezeitungen

Hier einige meiner Lieblings-Onlinezeitungen, die ich regelmäßig lese:

Französischsprachig

L’Express.
Für mich die beste französischsprachige Onlinezeitung. Die Dossiers geben einen guten Überblick über die wichtigsten aktuellen Themen, die Artikel sind gut lesbar und interessant geschrieben.

Spanischsprachig

Natürlich El País.
Eigentlich meine Lieblings-Onlinezeitung überhaupt. Die Galería del día hat einfach sagenhaft gute Fotos.

Englischsprachig

New York Times.
Die Bestsellerliste der New York Times ist einfach toll, hier habe ich schon viele Bücher für mich gefunden.

Deutschsprachig

In meinem iGoogle habe ich die FAZ, den Spiegel und die Zeit abonniert. Diese drei bieten ein gutes Spektrum, auf alle anderen kann ich verzichten.

 

 

 

 

 

20. April 2011

Meine Mitgliedschaft im VVU

Eigentlich hatte ich meine Mitgliedschaft im VVU (Verband der allgemein beeidigten Verhandlungsdolmetscher
und der öffentlich bestellten und beeidigten Urkundenübersetzer in Baden-Württemberg e.V.) letzten Herbst gekündigt. Ich dachte, die 85 Euro im Jahr spare ich mir lieber, zusätzlich zum BDÜ brauche ich das nicht auch noch… Gestern nun wurden die 85 Euro von meinem Konto abgebucht und ich rief die Vorsitzende des VVU an, eigentlich, um mich zu beschweren. Sie entschuldigte sich und meinte, meine Kündigung sei wohl verloren gegangen, und zählte mir einige Gründe auf, weshalb es sich doch lohnen könnte, den VVU weiterhin zu unterstützen. Sie erklärte, dass BDÜ und VVU in vielen Bereichen, die Urkundenübersetzer und Gerichtsdolmetscher betreffen, zusammenarbeiten würden. Der VVU würde sich außerdem z.B. auf Landesebene dafür einsetzen, dass eine Beglaubigung der Unterschrift des Übersetzers mit anschließender Apostillierung durch das Landgericht in Zukunft nicht mehr erforderlich sei. Bisher ist dies ja z.B. für manche Übersetzungen aus dem Deutschen ins Spanische notwendig, die in Spanien oder Lateinamerika vorgelegt werden sollen. Sie erwähnte die Mitgliederbroschüre, die in allen Gerichten und vielen Ämtern Baden-Württembergs ausgelegt würde, und einige Dinge mehr, was mich schließlich dazu bewogen hat, meine Kündigung noch einmal zurückzunehmen. Mal schauen, vielleicht schaffe ich es sogar auf die nächste Mitgliederversammlung?!

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